Das 5-Stufen-Modell nach Gilly Salmon

Das 5-Stufen-Modell von Gilly Salmon (2000) beschreibt, wie die Online-Sozialisation und die Kompetenzentwickung der Teilnehmer von Online-Veranstaltungen – idealtypisch – verläuft. Das Modell zeigt, welche Anforderungen auf den einzelnen Stufen an die Teilnehmer gestellt werden und welche Betreuungsaufgaben die e-Moderation in dieser Phase übernehmen sollte. 

Die verschiedenen Stufen:

In der Stufe 1 geht es um den individuellen Zugang und eine positive Einstellung zum Online-Lernen. Daran anschließend entwickeln die Teilnehmer in Stufe 2 ihre „Online-Identität“, während in Stufe 3 der gegenseitige Informationsaustausch im Zentrum steht. In Stufe 4 geht es um die gemeinsame Konstruktion von Wissen. Abschließend, in Stufe 5 , werden die Teilnehmer selbstständig und suchen nach persönlichem Nutzen und Zielen. Jede dieser Phasen verlangt besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten von den Teilnehmern, die begleitet von den e-Moderatoren mit dem Durchlaufen dieses Prozesses erworben werden.

Da die Teilnehmer einer Online-Veranstaltung in der Regel unterschiedliches Vorwissen und Vorerfahrungen mitbringen, werden nicht alle Teilnehmer gleich viel Zeit auf den unterschiedlichen Stufen verbringen. Manche Teilnehmer werden vielleicht sehr schnell zu den Stufen 3-4 „durchmarschieren“, während andere zwischen den Stufen ein paar Mal auf und absteigen. Wichtig für die e-Moderation ist es, sich dieser Phasen bewusst zu sein, insbesondere um Personen, die mit Online-Medien unerfahren sind, nicht zu überfordern.

Ziel dieses Online-Sozialisationsprozesses ist ein aktives Online-Lernen, eine Verbesserung der Interaktion der Teilnehmer und eine höhere Zufriedenheit aller an der Online-Veranstaltung Beteiligten.

 

 

Buchtipp
Salmon, G.:  E-Moderating, The Key to Teaching and Learning Online: The Key to Online Teaching and Learning, 2000, Taylor & Francis